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„Leipzig liest trotzdem!“

18.03.2020

Eine Woche ist es her: Als das Reisen noch erlaubt war. Als die Geschäfte noch offen hatten - und die Buchhandlungen auch. Und als Literaturfreunde in Leipzig nach der Absage der Buchmesse trotzig ein Lesefest organisierten: „Leipzig liest trotzdem!“

Das Eifel-Literatur-Festival war dabei und ließ sich anstecken: von der Leselust in Leipzig. „Leipziger Büchermenschen“ in der Großbuchhandlung Hugendubel am Freitag und Samstag, „Leipzig liest trotzdem“ und „Bücher hamstern“ in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung im Speckshof. Dazu eine Lesung mit Sebastian Fitzek im Kupfersaal und mit Ingo Schulze in der Connewitzer Buchhandlung.

Aber Festivalchef Josef Zierden erlebte in Leipzig auch dramatische Tage für die Kultur. Denn ab Samstag, 14. März, mussten alle Kultureinrichtungen schließen: Museen, Theater, Oper, Kabarett. Restaurants erlebten Stornierungen über Stornierungen. Und die Hotels klagten über 80 bis 90 Prozenten Minderauslastung. Hugendubel musste am Samstag das Leseprogramm im Halbstundentakt, am Freitag noch bestens besucht, kurzfristig absagen. Wie auch Fitzek und Schulze wenige Stunden vor ihrer Lesung absagen mussten. Die Coronakrise war täglich, stündlich immer mehr greifbar in Leipzig ohne Buchmesse. Aber so dramatisch wie in dieser Woche: mit geschlossenen Läden und Buchhandlungen in einem weitgehend stillgelegten Land - so gespenstisch ging es denn doch nicht zu in Leipzig.

Noch einmal gab es anregende Lesungen in Leipzig und offene, engagierte Buchhandlungen. Seit heute, Mittwoch, 18. März, müssen sie deutschlandweit geschlossen sein. Erreichbar nur mehr telefonisch und per email.

Wir wünschen allen Bücherparadiesen, dass sie diese schweren Tage gut überstehen. Dass nicht noch mehr Leser in den Onlinehandel abwandern. Und dass es irgendwann auch wieder Lesungen gibt: bei einer nachgeholten lit.cologne oder bei spannenden Lesereisen deutschlandweit. Mehr zu „Leipzig liest trotzdem“ auf unserer Fotogalerie.