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Auf den Spuren einer starken Frau - mit einem Brückenschlag von 1000 Jahren

01.09.2018

Stefan HertmansLesung einmal anders: Das erlebten gestern Abend rund 200 Besucher bei Stefan Hertmans, einem belgischen Autor von europäischem Rang.

In einer kurzweilige Power-Point-Präsentation führte er ein in Schauplätze und Personen seines jüngsten Romans „Die Fremde“. Im Mittelpunkt: eine starke Frau, eine Christin, die aus Liebe zum Sohn eines jüdischen Rabbi ihre Existenz aufs Spiel setzt. Die zur Zeit der Kreuzzüge, des „heiligen Kriegs“, vor mordenden christlichen Kreuzrittern flüchten muss, von der Provence bis ans Mittelmeer, nach Alexandria und Kairo.

In Monieux in der Provence lebt der Brüsseler Autor rund vier Monate im Jahr: und dieser Ort ist Zufluchtsort und bald schon Ort eines grausamen Massakers an Juden. Die Synagoge brennt, Juden werden im Blutrausch getötet. Höchst aktuell als Beispiel für religiösen Fanatismus, für Gewalt im Namen einer Religiion, für Flüchtlinge im Mittelalter. Und Vigdis, die starke Frau, setzt dem entgegen Liebe ohne Grenzen und eine schier unmenschliche Leidensfähigkeit. Sie verliert ihren Mann, etliche Kinder, ist dem Wahnsinn nahe. In zwei Zeitschichten nähert sich Hertmans dieser einzigartigen Frau: Er taucht ein in die Welt der Kreuzzüge um 1000 und lässt immer auch die Spurensuche der letzten Jahre lebendig werden.

Ein Gespräch mit Festivalchef Josef Zierden und den rund 200 Besuchern im Festsaal von Haus Beda schloss sich an. Und eine große Signierschlange beendete einen denkwürdigen Abend mit einem literarischen Gast aus dem Nachbarland Belgien. Ganz toll: rund 50 Schülerinnen und Schüler eines Exzellenzkurses des St. Willibrord-Gymnasiums Bitburg waren dabei. Sie interviewten vorher und nachher den Autor, eine Schülerin wollte gar selber Schriftstellerin werden. Hertmans gab ihr gleich Tipps.

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