Von April bis Oktober 2016

Günter Grass

Ein Schriftsteller von Weltrang und Weltruhm

Mit dem legendären Roman „Die Blechtrommel“ wurde Günter Grass 1959 über Nacht weltberühmt. Er gilt heute als der bedeutendste und weltweit bekannteste Repräsentant der deutschsprachigen Literatur nach 1945.

Gerühmt und vieldiskutiert: als Erzähler, Lyriker, Dramatiker, Essayist und Redner, als Bildhauer und Zeichner. Ein künstlerisches Multitalent. Ein streitbarer wie umstrittener Schriftsteller, ein Jahrhundert-Autor. Politisch engagierter Bürger und Zeitgenosse, ein Moralist, eine der großen Persönlichkeiten und Intellektuellen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Donnerstag, 29. September, 20 Uhr
Prüm, Aula Realschule Plus (Ex-Hauptschule)
VVK 20,- Euro, inkl. Mwst. und VVK-Gebühr (AK 24,- Euro).

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Den Gipfel seines literarischen Ruhms erklomm er am 30. September 1999: Da wurde ihm der Nobelpreis für Literatur zuerkannt, als letztem Preisträger im 20. Jahrhundert. Die Begründung der Nobelpreis-Jury: Günter Grass habe der deutschen Literatur nach „Jahrzehnten sprachlicher und moralischer Zerstörung“ einen Neuanfang ermöglicht, in „munterschwarzen Farben das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet“ und sich der großen Aufgabe angenommen, „das Verleugnete und Vergessene“  heraufzubeschwören. Er habe sich „als ,Spätaufklärer‘ bekannt in einer Zeit, die der Vernunft müde geworden ist“. Und: „Durch seine Macht über die deutsche Syntax und seine Bereitschaft, ihre labyrinthischen Feinheiten zu nutzen, erinnert er an Thomas Mann.“